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Information
Suchterkrankungen sind in der Bundesrepublik Deutschland zu einem gesellschaftlichem Problem ersten Ranges geworden. Wir müssen heute von etwa 2,5 – 3 Millionen behandlungsbedürftigen Suchtkranken in der Bundesrepublik ausgehen. Ganz überwiegend handelt es sich hierbei um Abhängige von Alkohol und Medikamenten. Ein relativ geringer Anteil sind Abhängige von sogenannten illegalen Drogen wie Heroin, Kokain, verschiedene synthetische Drogen etc..
Die Vielfalt süchtigen Verhaltens zeigt sich bei den Betroffenen in seinem familiären Umfeld und in seinen sozialen Bezugsgruppen. Medizinische, psychische, soziale Problemstellungen, soziologische und anthropologische Aspekte, kultur- und gesellschaftskritische Gesichtspunkte sowie wirtschaftliche, ethische und weltanschauliche Zusammenhänge und Bewertungen müssen gleichermaßen Berücksichtigung finden.
Sucht ist eben nicht nur Krankheit, sondern kann in gewisser Hinsicht als Selbstheilungsversuch in krisenhaften Entwicklungsphasen verstanden werden.
Es kann nach heutigem Kenntnisstand davon ausgegangen werden, dass sich unter bestimmten Bedingungen im Grunde bei jedem Menschen süchtige Verhaltensweisen bilden können. Es gibt nicht die typische Suchtpersönlichkeit. Suchtverhalten gefährdet die Entwicklung eines Menschen, da Handlungsspielräume zunehmend eingeengt werden.
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